Männergesangverein Eintracht 1892 Hilfarth e.V. Mitglied des Deutschen Chorverbandes Mitglied Kulturring der Stadt Hückelhoven Inhaber der Zelterplakette
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MGV Eintracht 1892

Hilfarth e.V.
Vogelsang 2a
41836 Hückelhoven

Rheinische Post

Montag, 20. September 2021

 

Erste Probe des Männergesangsvereins:

 

Singende Hilfarther haben in 19 Monaten nichts verlernt

 

von Daniela Giess

Erste Probe des MGV Eintracht Hilfarth unter Leitung von Herry Vierboom (r.) – mit Abstand im Saal Sodekamp-Dohmen.                                        Foto: Laaser, Jürgen (jl)

 

 

Der Hilfarther Männergesangsverein durfte nach 19 Monaten wieder proben – und kann gleich drei Neuzugänge präsentieren. Nun gilt die Konzentration einem absoluten Highlight im kommenden Mai.

 

Die erste Probe nach 19 langen Monaten. Und es ist fast so wie früher. Dirigent Heribert Vierboom, den sie nur „Herry“ nennen, sitzt am Klavier und gibt erste Anweisungen, nachdem die Notenblätter verteilt sind und die 23 Hobbysänger des Hilfarther Männergesangsvereins Eintracht ihre neuen, dunkelblauen Polo-Shirts anprobiert haben. „Wir sind froh, endlich wieder proben zu dürfen“, sagt der Vorsitzende Detlef Albrecht, der sein Amt seit mehr als 41 Jahren innehat und die 50 vollmachen will.

 

Das Internet war dem MGV während der Corona-Zwangspause keine echte Hilfe. Die Senioren mit Durchschnittsalter Ü70 kommen nicht mit der Technik zurecht. Außerdem kann Vierboom dann nicht gut aktiv eingreifen. Er weiß um die Nachteile einer überlangen Zwangspause, wie es sie vorher in der wechselvollen Geschichte des 1892 gegründeten MGV noch nie gegeben hat.

 

„Die Stimme muss regelmäßig trainiert werden“, erklärt Vierboom. „Wenn man nicht regelmäßig übt, klingt es so, als hätte man eine belegte Stimme.“ Für die erste Probe nach so langer Zeit hat er einfachere Lieder ausgewählt. Bis zum großen Konzert mit dem bekannten Ensemble Stimmen der Berge ist noch Zeit. Im Mai werden die Stars der Schlagermusik ihrer Einladung folgen. Dann wollen die MGVler als Gastgeber gemeinsam mit den fünf ausgebildeten Sängern, die als Kinder den Regensburger Domspatzen angehörten, „Glück auf, der Steiger kommt“ anstimmen, dazu ihr Schlager-Medley mit „Marmor, Stein und Eisen bricht“ und „Hello Mary Lou“ präsentieren. „Wir hatten schon Eintrittskarten bis nach Hamburg und München verkauft“, sagt der 66-jährige Vorsitzende Detlef Albrecht.

 

Der dritte Anlauf soll im kommenden Jahr endlich klappen. Vorher stehen einige kleinere Auftritte an. Beim traditionellen Pittererwachen der Hilfarther Trötemänn am 13. November wollen die 23 Hobbysänger für den musikalischen Rahmen des Karnevalsauftakts an der Rur sorgen. In der Baaler Pflegeeinrichtung „Herbstsonne" soll das abgesagte Sonntagskonzert am 27. November ab 15 Uhr nachgeholt werden.

 

Albrecht hat gute Nachrichten für die Männer, die seit einigen Jahren eine Chorgemeinschaft mit den acht damals noch übrig gebliebenen Aktiven des MGV Borussia Baal bilden: Die Nachwuchssorgen sollen nun endlich der Vergangenheit angehören. Drei neue Mitglieder sind zum ersten Mal dabei. Sie sollen fit gemacht werden, um im November schon mit auftreten zu können.

 

Hans-Ulrich „Uli“ Hecht ist einer von ihnen. Mit 75 Jahren passt er gut zur Altersstruktur des MGV. Die gemeinsame Probe macht ihm Spaß, und er hat eine ganze Menge Erfahrung vorzuweisen. „Nächste Woche kommt der nächste Neue“, verrät Albrecht. Er hat Bruno Bürger, den ehemaligen Religionslehrer des Erkelenzer Cusanus-Gymnasiums, für den Verein gewinnen können.

 

Zwei Stunden dauert die Probe, die nun endlich wieder regelmäßig im Festsaal Sodekamp-Dohmen stattfinden soll. „Wir machen jetzt erstmal ,Schiff Ahoi‘“, gibt Vierboom das nächste Stück mit möglichst langen Vokalen vor: „üüübers Meeeer“ und „Oooozean“. Es klappt gut, die Freizeitsänger haben während der Pause nichts vergessen. Immerhin: Hin und wieder wieder haben sie sich im Biergarten oder in Albrechts Garten getroffen, ohne zu singen. Sie wollen nicht, dass ihr Verein auseinander bricht nach fast 130 Jahren.

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