Männergesangverein Eintracht 1892 Hilfarth e.V. Mitglied des Deutschen Chorverbandes Mitglied Kulturring der Stadt Hückelhoven Inhaber der Zelterplakette
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MGV Eintracht 1892

Hilfarth e.V.
Vogelsang 2a
41836 Hückelhoven

Vereinsgeschichte des Männergesangvereins

 

Eintracht 1892 Hilfarth e.V.

 

Hilfarth, ein aufgeschlossener, vereinsfreudiger Ort, war früher Sitz des weißen Korbmacherhandwerks. Diesem Gewerbe, das durch die industrielle Entwicklung verdrängt wurde, verdankt die Einwohnerschaft zum großen Teil ein reges Vereinsleben, das bis heute erhalten wurde.

 

Die Korbmacher als bodenständige Heimarbeiter liebten die Unterhaltung bei und nach der Arbeit. Aus diesem geselligen Bedürfnis trafen sich im Sommer des Jahres 1892 viele junge und ältere Leute im „Werkes“ bei „Juone Wilke“ (Wilhelm Vieten) und gründeten einen Männergesangverein, dem sie den Namen „Eintracht“ gaben.

 

Jeder opferte ein Scherflein nach Vermögen, und bald war eine Geige gekauft, die der erste Dirigent „Franz Smeets“ vom Verein für die Proben gestellt bekam.

 

Aus der Vorstandswahl gingen:

  • Peter Adam Königs als Präsident und Vorsitzender
  • Theodor Rick als Kassierer
  • Wilhelm Vieten als Schriftführer

hervor. Als Vereinslokal wurde die Wirtschaft Sodekamp gewählt.

 

Der Verein besuchte im Frühjahr 1893 das Sängerfest in Linnich. Im Jahre 1896 wurde das erste eigene Gesangfest, verbunden mit einer Fahnenweihe in Hilfarth gefeiert.

 

Im Jahre 1936 schloss sich der Quartettverein Hilfarth dem MGV Eintracht an.

 

Die wechselvollen Zeiten politischer Vergangenheit gingen an dem Verein nicht spurlos vorüber. Der 1. Weltkrieg 1914-1918 forderte sechs gefallene Sangesbrüder, der 2.  Weltkrieg 1939-1945 fünf gefallene und zwei vermisste Sangesbrüder.

 

Das Vereinslokal ging mit dem vollen Inventar des Vereins – wie Fahne, dem Notenmaterial und den Instrumente – im 2. Weltkrieg verloren. Da das Vereinslokal Sodekamp während des Krieges völlig zerstört wurde, fanden die Proben zunächst in der Gaststätte Pütz statt.

 

Der Wiederaufbau des Vereins nach dem 2. Weltkrieg war sehr schwierig. Aber die Liebe zum Gesang und der Kameradschaft führte Ende Mai 1946 die aus der Evakuierung und Gefangenschaft heimgekehrten Sänger wieder zusammen.

 

Erster Vorsitzender wurde Sangesbruder Heinrich Jansen, der sich in unermüdlicher Hingabe für die Wiederbelebung des Vereins einsetzte.

 

Erster Dirigent nach dem Krieg wurde Johann Schröder der den Chor bis zum Jahre 1967 leitete. Er kümmerte sich nicht nur um die gesanglichen Dinge, sondern pflegte besonders die Kameradschaft. Dies bezeugen u.a. die jährlichen Ausflüge an die Mosel, Ahr, Rhein und zur Eifel. Zu den Höhepunkten in der Nachkriegszeit zählte besonders die jährliche Theateraufführung am 2. Weihnachtstag im Saal Sodekamp.

 

Da das 50jährige Jubiläum während des Krieges nicht gefeiert werden konnte, wurde im Jahre 1952 dafür das 60jährige Bestehen unter dem Vorsitz von Heinrich Hansen gefeiert.

 

Von 1955 bis 1967 wurde der Verein von Hermann Dohmen geführt, der später auch Ehrenpräsident des Vereins wurde.

 

Am 15, und 16. Juli 1967 feierte der Verein unter dem Vorsitz von Theo Rick sein 75jähriges Gründungsfest. Beim Festbankett wurden 12 Sänger für ihre langjährige Mitgliedschaft geehrt, darunter der Ehrenpräsident Heinrich Hansen für 60jährige Singetätigkeit, sowie Chorleiter Johann Schröder für 40jährige Dirigententätigkeit. 

 

Am Festzug durch den Ort beteiligten sich die 16 Vereine.

 

Im gleichen Jahr übernahm Ernst Symes aus Wegberg im September das Dirigat des Chores. Im folgte ab 1971 Hermann-Josef Ströckens aus Ratheim. Dieser war gleichzeitig Chorleiter des Quartettvereins Oberbruch-Grebben, so dass während dieser Zeit einige gemeinsame Konzerte, sowohl in Hilfarth als auch in Oberbruch, stattfanden. Nach Auflösung des Quartettvereins Oberbruch-Grebben schlossen sich einige Sänger dem MGV Einracht an.

 

Nach 11 Jahren als 1. Vorsitzender legte Theo Rick sein Amt nieder. Nachfolger wurde Rudi Peltzer (1974-1977).

 

Im Mai 1977 wurde Heinz Thomas aus Brachelen neuer Dirigent. Nach nur einer gemeinsamen Probe mit dem neuen Chorleiter fand der erste öffentliche Auftritt beim Sängerfest in Myhl statt. Zu diesem Zeitpunkt ahnte keine, dass Heinz Thomas den Chor über 26 Jahre bis zu seinem Tod leiten würde und damit als am längsten verantwortlicher Chorleiter in die Geschichte des Vereins eingehen würde.

 

Die Stadt Hückelhoven, in Verbindung mit dem Kulturring, führte im Jahre 1978 die Gemeinschaftskonzerte im Rahmen des Stadtmusikfestes ein. Als erster Ausrichter dieser Konzerte wurde der MGV Eintracht, unter der Federführung des 1.Vorsitzenden Leo Schiffers (1977-1980), auserkoren. Kammersänger Heinz Hoppe konnte für dieses Konzert verpflichtet werden. Natürlich nahmen die „Eintrachtler“ an den jährlichen Umzügen zum Stadtmusikfest teil.

 

Mit dem Jahre 1980 bracht für den Verein eine neue Ära an. Detlef Albrecht wurde jüngster Vorsitzender in der Geschichte des MGV Eintracht. Dieses Amt hat er heute noch inne und führt den Verein damit seit 37 Jahren.

 

Das 90jährige Vereinsjubiläum wurde vom 16. bis 23.Oktober 1982 gefeiert. Erstmals wurde im gleichen Jahr eine fünftägige Konzertreise nach Südtirol unternommen. Im gleichen Jahr änderte sich aber auch das „optische Aussehen“ des Vereins. Der für Männerchöre damals typische schwarze Anzug wurde von einem modischen roten Smoking Jackett mit schwarzer Hose abgelöst. Für Auftritte bei Sommerfesten oder folkloristische Gesangsdarbietungen wurden im Jahre 1985 einheitliche blaukarierte Hemden angeschafft. Im gleichen Jahr fand eine 12tägige Konzertreise nach Ungarn statt. Angeführt von Chorleiter Heinz Thomas führten die 44 mitgereisten Sänger des MGV am Balaton, in Zirc und in Budapest zu mehreren Konzerten auf.

 

Aber auch im heimischen Hilfarth veranstaltete der MGV regelmäßig Konzerte und verpflichtete dazu immer bekannte Künstler und Gruppen, u.a. „Die Blauen Jungs aus Bremerhaven (1984 und 1985)“, „Animo Tegelen (1980,1982)“, „Die Westfälischen Nachtigallen (1986), Heino (1985), das Salonorchester Hartmann (1988), Glenn Miller Revival Orchester (1989), um nur einige zu nennen.

 

Mehrtägige Ausflüge, u.a. nach Berlin, Paris, Bremerhaven, Schwarzwald, Chiemsee u.a. wurden in den 80er Jahren durchgeführt.

 

Im Februar 1982 musste der Verein den Verlust seines langjährigen Vereinswirtes und aktiven Sänger Hans Sodekamp beklagen.

 

Auf Beschluss der Jahreshautversammlung wurde der Verein ab dem 1.Januar eingetragener Verein. Dem folgte später auch die Anerkennung als gemeinnütziger Verein.

 

Im Jahre 1992 feierte der MGV sein 100jähriges Gründungfest. Im Jubiläumsjahr gehören dem Verein 44 aktive Sänger an. Die Feierlichkeiten verteilten sich auf das ganze Jahr.

 

Am 31. Januar 1992 wurde die erste CD mit dem Titel „Erinnerungen“ im Saal Sodekamp vorgestellt. Die Aufnahmen dazu fanden im Studio Jan Theelen in Munstergeleen statt.

Am 1. März fand ein Jubiläumskonzert mit den Wolgakosaken statt, die Jackson Singers gastierten beim 2. Jubiläumskonzert am 25.Oktober in der kath. Pfarrkirche in Hilfarth.

 

Für seine Verdienste um den Chorgesang wurde dem MGV Eintracht durch den damaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker die Zelterplakette verliehen. Diese wurde in einem Festakt am 10. Mai 1992 an den Vorsitzenden Detlef Albrecht durch den damaligen Kultusminister des Landes NRW, Hans Schwier, in Hürth überreicht.

 

Aus Anlass des 100jährigen Bestehens fand am 11. Juli 1992 ein Festbankett unter der Teilnahme der Hilfarther Ortsvereine sowie am darauffolgenden Tag zunächst ein Festgottesdienst in der kath. Pfarrkirche in Hilfarth unter Teilnahme des Chores „Delta“ aus Riga statt. Am Nachmittag nahmen 46 befreundete Chöre und Musikvereine am Festumzug durch Hilfarth mit anschließendem Freundschaftssingen teil.

 

Aber auch eine Konzertreise stand im Jubiläumsjahr an. Begleitet von Ehepartnern, Freunden und Bekannten machten sich 94 Personen zu einer 12tägigen Konzertreise durch Kanada auf. Einer der Höhepunkte auf dieser Reise war u.a. ein Gemeinschafts-konzert in Huntington in der Nähe von Montreal. Den Leiter des dort ansässigen Chores kannte MGV Chorleiter Heinz Thomas noch aus seiner Studienzeit in Aachen.

 

Im weiteren Verlauf der 90er Jahre wurden weiterhin jährliche Konzerte durchgeführt. Der Chor „Delta“ aus Riga besuchte Hilfarth im Jahr 1993 ein zweites Mal.

 

Im Jahr 1995 verpflichtete der MGV den weltberühmten „Marinechor der Schwarzmeerflotte“. Das große finanzielle Risiko das man einging lohnte sich – innerhalb von 24 Stunden war die Aula in Hückelhoven ausverkauft.

 

Im Jahre 1995 fand ein Konzert mit dem Moskauer Staatsensemble statt.

 

Aber auch neue Aktivitäten, neben traditionellen Veranstaltung wie Wandertag, Grillabend usw., wurden durchgeführt. Über Kontakte des 2. Vorsitzenden Karl Engels nach Düsseldorf nahm der MGV mehrmals am großen Kirmesumzug in Düsseldorf teil.

 

Ausflüge und Konzertreisen in den 90er Jahren wurden durchgeführt u.a. nach Ungarn (1996), Südtirol (1998).

 

Im Jahr 1996 veröffentlichte der MGV seine zweite CD mit dem Titel „Fernweh“. Überwiegend wurden für diese CD Seemannslieder aufgenommen. Die Aufnahme fiel parallel mit der Schließung des Bergwerkes „Sophia-Jacoba“ in Hückelhoven.

Schon immer waren in der Geschichte des Vereins viele Sänger bei „Sophia-Jacoba“ beschäftigt. Deshalb wurde die Idee geboren, auf der CD ein Lied über die Zeche „Sophia-Jakoba“ zu veröffentlichen. Jan Theelen komponierte die Musik, gemeinsam wurde ein Text gefunden – und das Lied „Glück-Auf Sophia-Jacoba“ war geboren. Das Lied über die Zeche, mit Solist Peter Peters, wurde zum Verkaufsrenner. Bis heute ist das Lied Bestandteil am Ende eines jeden Auftritts des MGV Eintracht.

 

Im März und Juni 1998 begaben sich die Sänger des MGV zum dritten Mal ins Tonstudio um eine neue CD aufzunehmen. Es wurden Schlager der 60er und 70er Jahre aufgenommen. Bis dato etwas vollkommen Neues für Männerchöre – Schlager zu singen. Am 13.12.1998 wurde im Saal Sodekamp die CD „Schlagersouvenirs“ vorgestellt. Wie schon bei den vorherigen Veröffentlichungen wurde wieder ein eigenes Lied mit dem Titel „So jung wie heute“ aufgenommen. Solist war wieder Peter Peters. Im Frühjahr 1999 platzierte sich das Lied sechsmal in der volkstümlichen Hitparade des Belgischen Rundfunks.

 

Im Juni 2000 ging der MGV auf eine Konzertreise nach Tschechien. Höhepunkt des Jahres 2001 war neben einer Reise in die Toskana das Konzert mit den „German Tenors“ am 4. November in der Aula des Gymnasiums Hückelhoven.

 

Im Mai 2003 begaben sich die „Eintrachtler“ auf eine sieben tägige Reise an die Blumenriviera.

 

Im November nahm der MGV an der musikalischen Gestaltung des Gottesdienstes zur Barbarafeier teil – der letzte Auftritt unter Chorleiter Heinz Thomas, der kurz darauf plötzlich und unerwartet, nach 26 Jahren als Chorleiter des MGV, verstarb. Im gleichen Jahr musste der MGV den Verlust von 3 weiteren Sängern beklagen.

 

Die Suche nach einem neuen Chorleiter gestaltete sich schwierig. Trotzdem wurde, unter der Führung des Vorsitzenden Detlef Albrecht, weiterhin Dienstag‘s geprobt.

 

Im Jahr 2004 übernahm Udo Wolff aus Hückelhoven und ab 2007 Jürgen Knorr kommisarisch das Dirigentenamt.

 

Neben gesanglichen Auftritten entdeckten die Hilfarther Sänger eine neue Aktivität – mit Kanu und Schlauchbootfahrten auf der Rur. Einmal im Jahr ging es, teilweise mit bis zu 50 Teilnehmern, auf die heimische Rur.

 

Im Jahr 2009 übernahm Heri Vierboom aus Ratheim das Amt des Dirigenten. Heri, der dem Verein auch viele Jahre als aktiver Sänger angehört hatte, erwies sich als ideale Besetzung als Chorleiter. Im Jahr 2012 übernahm er ebenfalls das Dirgentenamt beim MGV 1860 Borussia Baal. Seit dieser Zeit treten beide Chöre als Chorgemeinschaft bei Auftritten und Konzerten auf. Abschluss eines jeden Auftrittes ist das Lied „Weil wir Freunde sind“. Ein Titel der schon gemeinsam mit den Wildecker Herzbuben, bei einem der im Haus Sodekamp-Dohmen stattfindenden Konzerte, aufgeführt wurde.

 

Im Jubiläumsjahr 2017 hat der MGV am 4. März zum zweiten Mal die zentrale Jubilahrehrung des Sängerkreises Heinsberg durchführen. Am 6. Mai fand das Gemeinschaftskonzert im Bürgerhaus in Baal statt. Am 29. Oktober veranstalte der MGV ein großes Jubiläumskonzert in der kath. Pfarrkirchen in Hilfarth unter Mitwirkung des deutsch-russischen Frauenchores „Rjabinuschka“ und des Gospelchores „Klangfarben“.

 

Eng verbunden mit der 125jährigen Geschichte des MGV Eintracht ist das Vereinslokal Sodekamp-Dohmen, das seit Gründung des Vereins bis heute immer das Vereinslokal ist.

 

In den 125 Jahren seiner Geschichte haben immer wieder junge Männer den Weg zum MGV gefunden.  Aber wie auch bei anderen Vereinen wird es in der heutigen Zeit auch für den MGV Eintracht immer schwieriger, neue Mitglieder zu bekommen. Ob daher in 25 Jahren das nächste runde Jubiläum gefeiert werden kann, ist  schwer voraus zusagen.

 

In den Jahren 2018 und 2019 fanden u.a. wieder die Gemeinschaftskonzerte im Bürgerhaus in Baal statt.

 

Seit Februar 2020 ruht der Probenbetrieb auf Grund der Corona Pandemie. Das ist einmalig in der nun 129jährigen Geschichte des MGV.

 

In den Sommermonaten trafen sich die Sänger alle 14 Tage im Vereinslokal Sodekamp-Dohmen um den Kontakt zu den Mitgliedern zu halten. Außerdem wurde eine WhatsApp Gruppe gegründet, in der regelmäßigen Kontaktaustausch stattfindet.

 

So musste auch das für den 1. Mai 2020 geplante Konzert mit der bekannten Gruppe „Stimmen der Berge“ zunächst auf den 1. Mai 2021 verschoben werden. Leider kann wegen der aktuellen Pandemie auch dieser Termin nicht wahrgenommen werden und es wird erneut einen Termin zu finden sein, wann dieses Konzert stattfinden kann, 

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