Männergesangverein Eintracht 1892 Hilfarth e.V. Mitglied des Deutschen Chorverbandes Mitglied Kulturring der Stadt Hückelhoven Inhaber der Zelterplakette
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MGV Eintracht 1892

Hilfarth e.V.
Vogelsang 2a
41836 Hückelhoven

Heinsberger Zeitung am Sonntag

 

INTERVIEW ZUR VEREINSSPORTREIHE

 

Vorfreude auf das gemeinsame Singen ist sehr groß

 

MGV Eintracht Hilfarth hofft bald wieder die Probenarbeit aufnehmen zu können

 

Kreis Heinsberg. In unserer Vereinsporträtreihe stellen wir in der heutigen Ausgabe den Männgergesangsverein (MGV) Eintracht Hilfarth vor. Die Zeitung am Sonntag sprach dafür mit Herry Vierboom, Chorleiter des MGV seit 2009, und Karl-Detlef Albrecht, seit 41 Jahren 1. Vorsitzender des MGV Eintracht und stellvertretender Vorsitzender des Sängerkreises Heinsberg.

Chorleiter Herry Vierboom (I.) und 1. Vorsitzender Karl-Detlef Albrecht

vom MGV Eintracht Hilfarth

Herr Vierboom, Herr Albrecht, erklären Sie bitte die Aufgabe Ihres Vereins in wenigen Sätzen.

 

Herry Vierboom: Hauptaufgabe ist natürlich die Pflege des Chorgesanges und sich dabei auch in den Dienst der Öffentlichkeit zu stellen und das Allgemeinwohl zu pflegen. Das schließt natürlich Geselligkeit nicht aus, um das Gemeinschaftsgefühl des Vereins untereinander zu fördern.

 

Was ist das Besondere, vielleicht sogar Einzigartige, an dem Verein?

 

Karl-Detlef Albrecht: Der MGV Eintracht war in seiner bisher 129-jährigen Geschichte immer ein Verein, der stets am Ortsgeschehen intensiv teilgenommen hat; zahlreiche Konzerte mit bekannten Künstlern wie Bruce Kapusta, Wildecker Herzbuben, Marinechor der Schwarzmeerflotte. und vielen mehr wurden durchgeführt. Musikalisch haben wir immer versucht, etwas Neues zu probieren; neben klassischer Chormusik wurden neue musikalische Wege eingeschlagen, das kann auch mal ein Titel der Toten Hosen sein. Drei CDs hat der Verein bisher veröffentlicht. Neben dem Musikalischen haben wir immer Wert darauf gelegt, auch die Geselligkeit nicht zu vernachlässigen; dazu gehören Grillabende, Wandertage, Ausflüge, die wir nahezu jedes Jahr durchgeführt haben und die uns unter anderem nach Italien, Österreich, Ungarn und Kanada gebracht haben. Schon immer kamen die Mitglieder unseres Vereins nicht nur aus Hilfarth; viele Sänger kommen aus dem Stadtgebiet Hückelhoven oder aus dem Kreis Heinsberg.

 

Warum ist der Verein für die Stadt wichtig?

 

Vierboom: Vereine sind Orte der Integration und Beheimatung: Oft bilden sie das Herz des Wohnortes. In den letzten Jahren sind viele Menschen nach Hückelhoven gezogen, von denen einige in unseren Verein eingetreten sind; das hat natürlich erheblich zur Integration dieser Personen in ihre neue Heimat beigetragen. Der Verein trägt wesentlich zur Förderung des Gemeinwesens und dem Erhalt kultureller Traditionen bei. Dazu gehören neben Konzerten auch Auftritte in Alten-und Seniorenheimen; Singen beim Volkstrauertag, bei Dorffesten und so weiter.

Der Männergesangverein Eintracht Hilfarth

Vor welche Herausforderungen hat Sie die Coronapandemie gestellt?

 

Karl-Detlef Albrecht: Nachdem der erste Coronafall im Kreis Heinsberg bekannt wurde, haben wir unmittelbar danach die Probenarbeit eingestellt. Dann war ja schnell zu lesen, dass sich das Virus durch Aerosole überträgt, und dabei ganz besonders beim Singen. Wir hatten zwar damit gerechnet, im Sommer wieder mit den Proben beginnen zu können, was dann aber dann doch nicht möglich war. Auch waren die zu dieser Zeit erlassenen Vorgaben des Deutschen Chorverbandes zur Durchführung von Proben (unter anderem zwei Meter Abstand zwischen den einzelnen Plätzen in einer Reihe, vier Meter Abstand zwischen den Reihen usw.) praktisch nicht umsetzbar und auch nicht zielführend. Wir haben alle geplanten Aufritte für das Jahr 2020 abgesagt; ebenso eine bereits gebuchte Fahrt nach Kärnten. Da in der heutigen Zeit ja schon viele Chöre Nachwuchsprobleme haben, fällt natürlich die Coronapandemie noch mehr ins Gewicht. Neue Mitsänger zu gewinnen ist so leider nicht möglich.

 

Wie laufen die Vereinskontakte/Proben gerade ab, wann sind wieder Konzerte geplant?

 

Albrecht: Die vorläufig letzte Probe fand im Februar 2020 statt; zur Aufrechterhaltung des Vereins haben wir uns in den Sommermonaten regelmäßig im Außenbereich unseres Vereinslokals Sodekamp-Dohmen in Hilfarth getroffen. Soweit es die Coronaschutzverordnung erlaubte, wurden noch kleinere gesellige Unternehmungen durchgeführt. Von digitalen Chorproben haben wir Abstand genommen, weil das kein geeignetes Mittel für Laienchöre ist. Um den Kontakt zu den Mitgliedern zu erhalten, haben wir eine WhatsApp-Gruppe gebildet, über die die Mitglieder regelmäßig angeschrieben und informiert werden. Beim Thema Konzerte hatten wir unter anderem für den 1. Mai 2020 ein Konzert mit der bekannten Gruppe „Stimmen der Berge“ geplant; dies mussten wir dann coronabedingt absagen und hatten es auf den 1. Mai 2021 verschoben. Auch diesen Termin mussten wir erneut absagen. Einen neuen Termin werden wir nach jetzigem Stand erst festlegen, wenn die Pandemie uns nicht mehr daran hindert; das könnte eventuell im Herbst dieses Jahres sein, aber wahrscheinlicher ist ein Termin im Frühjahr 2022. Weitere Konzerte und Aktivitäten hängen dann von der Weiterentwicklung der Eindämmung der Pandemie ab. Insgesamt wird es doch etwas schwierig sein, alle Sänger wieder ins Boot zu bekommen, vor allem die doch etwas älteren Mitstreiter. Aber die Motivation wird sicherlich dennoch groß sein. Mühe und Training bei den Chorproben werden sich zunächst in der erneuten Stimmbildung konzentrieren. Denn auch die Muskeln rund um die Stimmbänder bedürfen ständigen Trainings. Aber mit Fleiß und Ausdauer wird nach der Pandemie sicherlich die alte Stimmqualität wieder hergestellt sein. Und die Freude am gemeinsamen Singen wird sowieso da sein.

 

Inwiefern arbeiten Sie mit anderen Akteuren in der Stadt oder in der Region zusammen?

 

Vierboom: Unter anderem führen wir gemeinsame Konzerte mit anderen Chören aus der Stadt beziehungsweise Region durch, zum Beispiel mit den Chören Klangfarben und One of Us aus Hückelhoven oder Rjabinuschka aus Erkelenz.

 

Warum engagieren Sie sich ehrenamtlich?

 

Albrecht: Es gibt mehre Gründe, sich ehrenamtlich zu engagieren. Man kann Kontakte zu anderen Menschen knüpfen, man kann zum Gemeinwohl beitragen, man hat Abwechslung zum beruflichen und privaten Alltag, es trägt auch zur Zufriedenheit eines Menschen bei, da man im Ehrenamt etwas schaffen kann und Menschen glücklich machen kann. Wenn man zudem in einer Familie aufgewachsen ist, in der sich bereits Vater und Großvater ehrenamtlich in diversen Vereinen engagiert haben, übernimmt man dies auch gerne.

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